AIDS Waisenprojekte im Bistum Moshi Tanzania

FR. Aloyce aus Tansania zu Besuch

in der Pfarreiengemeinschaft Bad Hönningen-Rheinbrohl

Auch in diesem Jahr dürfen wir Fr. Aloyce aus Tansania wieder hier in unserer Pfarreiengemeinschaft Bad Hönningen-Rheinbrohl begrüßen.

Er wird in der Zeit von Samstag, 10.08.2019 bis Montag, 19.08.2019 bei uns zu Gast sein.

Wenn Sie ihn in dieser Zeit zum Mittag- oder Abendessen einladen, ein Gespräch mit ihm führen oder Zeit mit ihm verbringen wollen, melden sie sich bitte in den nächsten Wochen im Zentralbüro der Pfarreiengemeinschaft.

Zwischen den Pfarreien St. Walburgis Leubsdorf und St. Peter & Paul Bad Hönningen sowie dem Bistum Moshi bestehen seit Mitte der Neunzigerjahre freundschaftliche Beziehungen. Der seinerzeitige Leiter des Ressorts Soziales und Gesundheit der afrikanischen Diözese, Fr. Rev. Benedict Ngimonyi, genannt Pater Benedict, besuchte regelmäßig die beiden deutschen Pfarreien, um hier für die nötige Urlaubsvertretung in den Ferien zu sorgen. Leider verstarb P. Benedict während eines solchen Deutschlandaufenthaltes im Sommer 2010 in Neuwied nach kurzer schwerer Krankheit.

In all den Jahren seiner Besuche berichtete er oft und viel von den Begebenheiten und Problemen in seiner Heimat und stellte seine Projekte, die die AIDS Waisen unterstützen, vor. Schnell bildete sich ein Kreis von Interessierten, die die von ihm geleiteten Maßnahmen ideell und finanziell unterstützen. Darüber hinaus fuhren immer wieder Freunde und Bekannte nach Tanzania, um dort ihren Urlaub zu verbringen und sich über die Sache vor Ort zu informieren. 

Nachfolger und somit Leiter der Abteilung Gesundheit und Soziales ist Fr. Rev. Aloyce Urio, Jahrgang 1969. Dass er kein leichtes Erbe angetreten hat, weiß er selbst, doch wer ihn kennengelernt hat, weiß, dass er seinen Aufgaben gewachsen ist. Die Unterstützung sollte durch das Ableben des Pater Benedict kein jähes Ende finden, sondern in seinem Sinne kontinuierlich weitergeführt werden.

Die Stadt Moshi liegt mit einer Einwohnerzahl von mehr als 80.000 Menschen direkt am Fuße des Kilimanjaro in dem ostafrikanischen Land Tanzania, nur wenig südlich des Äquators. Es grenzen hier die Ausläufer des höchsten Berges von Afrika an den Rand der Massaisteppe. Die Umgebung ist nach der Großstadt Dar-es-Salaam die am dichtesten besiedelte im ganzen Land. Wie ganz Ostafrika ist auch Moshi von der AIDS Epidemie hart getroffen worden. Fast eine ganze Generation wurde von der Seuche dahingerafft oder so schwer geschwächt, daß ein sicheres Familieneinkommen nicht erwirtschaftet werden kann. Am schlimmsten aber sind die übriggebliebenen Kinder betroffen, denn sie stehen ohne erwerbsfähige Eltern da. Wenn sie Glück haben, kommen sie bei ihren Großeltern oder sonstigen Verwandten unter. Doch sind diese entweder aus Altersgründen nicht in der Lage die Kinder ausreichend zu versorgen und betreuen, oder die finanziellen Möglichkeiten lassen es ihnen nicht zu. Sorge für die Kinder zu tragen, die keine Pflegefamilie gefunden haben, ist nicht nur Aufgabe der Diözese, sondern alle Menschen guten Willens.

Die Mitarbeiter der sozialen Einrichtungen des Bistums versuchen Verständnis dafür zu wecken, daß es besser ist, diese Kinder in Familien unterzubringen, um so andere ernste Probleme zu verhindern, z. B. daß sie zu Straßenkindern werden. Das führt zum Teufelskreis von Kindesmißbrauch, Drogenkonsum, Kinderarbeit und letztendlich zur HIV-Infektion.

 

Fotos Thomas Müller

Schuleinweihung am 22. Februar 2019

(Die im Original auf Englisch geschriebene Einladung, die uns im September 2018 erreichte, wurde freundlicherweise von PGR-Mitglied Thomas Müller übersetzt.)

Sehr geehrter Pfarrer Christian und Pfarreienrat,

die katholische Diözese Moshi lobt dankbar Ihre moralische und finanzielle Unterstützung für den Bau der St. Pamachius Inclusive Secondary School. Sie und Ihre Pfarreien haben das pastorale Bedürfnis verstanden, das wir in unserer Diözese hatten, nämlich die Kluft zu überbrücken, die in unserer Gesellschaft bestand, wo Schüler mit besonderen Bedürfnissen wenig oder gar keinen Zugang zur Sekundarschulbildung hatten. Sie haben positiv auf unsere Bitte reagiert, in unseren Initiativen zu helfen, dieses Bedürfnis zu befriedigen, im Geiste des Evangeliums: "... Amen, ich sage Euch: Wann immer Ihr dies einem von ihnen, dem kleinsten meiner Brüder, angetan habt, habt ihr es mir angetan." (Mt 25,40)

Liebe Freunde in Christus, die Unterstützung der Pfarreiengemeinschaft Bad Hönningen - Rheinbrohl für St. Pamachius trägt jetzt ihre ersten Früchte, dank Ihrer Großzügigkeit bei der Finanzierung dieses Projekts. Ich danke Ihnen vielmals! Möge Gott Sie und Ihre Pfarrei segnen.

Wie Sie bereits wissen, hat unsere Regierung die Registrierung der Schule akzeptiert und uns erlaubt, sie zu eröffnen. Das Schuljahr 2019 wird unser erstes Jahr sein, in dem wir Schüler in der Klasse haben. Die offizielle Einweihung der Schule ist für den 22. Februar 2019 geplant. Ich danke Gott für seine großen Werke, die er ständig vor unseren Augen aufdeckt, in besonderer Weise bei der Eröffnung der St. Pamachius Inclusive School.

Ich und die katholische Diözese Moshi würdigen die große Rolle, die die Pfarreiengemeinschaft Bad Hönningen - Rheinbrohl bei der Realisierung des Projekts gespielt hat. Wir würden uns mit Ihrer Anwesenheit bei der offiziellen Einweihung der Schule am 22. Februar 2019 sehr geehrt fühlen.

Sehr geehrter Pfarrer Christian und Pfarreienrat, ich nehme diesen Moment wahr, um Sie offiziell einzuladen, an diesem besonderen und unvergesslichen Ereignis in unserer Diözese teilzunehmen. Ich habe große Hoffnung, dass Ihre Anwesenheit zur Freude des Tages beiträgt und uns mehr Segen bringt.

Ich wünsche Ihnen ein fruchtbares Apostolat und ein herzliches Willkommen in Moshi.

Mit freundlichen Grüßen in Christus, dem Herrn,

Erzbischof Isaac Amani
Erzbischof der Erzdiözese Arusha Ehemaliger Bischof von Moshi