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Spendenaufruf

Boliviensammlung 2020

Liebe Freund*innen der Boliviensammlung,

seit über 50 Jahren ist die Boliviensammlung eine tragende Säule der Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier. Durch vielfältiges Engagement konnte die Boliviensammlung über Jahrzehnte hinweg Projekte unserer Partner*innen in Bolivien finanzieren. So können beispielsweise jährlich 2000 Kinder und Jugendliche in Bolivien Dank Eures/Ihres Einsatzes in die Schule gehen. Das kann sich sehen lassen und ist ein wesentlicher Beitrag für die Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten in unserem südamerikanischen Partnerland. Hierfür sind wir allen Beteiligten dankbar.

In diesem Jahr stehen wir vor besonderen Herausforderungen. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie mussten sämtliche Boliviensammlungen in diesem Frühjahr abgesagt werden. Damit sind auch die für die Bildungsprojekte dringend notwendigen Einnahmen weggebrochen. Das trifft unsere bolivianischen Partner*innen besonders hart. Denn auch dort hat die Pandemie nicht Halt gemacht.

Liebe Engagierte der Boliviensammlung, die Stärke einer Partnerschaft beweist sich erst im Zusammenhalt in schweren Zeiten. Deshalb wollen wir alles in unseren Kräften Stehende tun, um unseren Partner*innen weiterhin helfen zu können. Das fordert den Einsatz auf allen Ebenen und deshalb wenden wir uns an Euch/Sie.

Natürlich werden wir gemeinsam mit unseren saarländischen Freund*innen alles unternehmen, um die Boliviensammlungen im Herbst erfolgreich durchführen zu können – sofern die pandemische Lage das erlaubt.

Aber das alleine reicht nicht. Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen, eine Sonderspendenaktion durchzuführen. Unter dem Motto "SOS Bolivien - 2000 Kinder und Jugendliche hoffen auf Ihre Hilfe" starten wir einen bistumsweiten Spendenaufruf. Er richtet sich an alle Gemeindemitglieder und Bürger*innen guten Willens.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, brauchen wir Eure/Ihre logistische Unterstützung. Denn auch viele kleine Spenden können sich am Ende ganz groß auswirken

Deshalb unsere große Bitte um Unterstützung durch:

• Weiterleiten des Spendenaufrufs bis in die kleinste Gemeinde
• Teilen des Aufrufs in den sozialen Netzwerken
• Auslegen des Spendenaufrufs in den Kirchen und Geschäften
• Kontakt aufnehmen mit den lokalen Medien
• kreative eigene Spendenaktionen.

Amistad heißt Freundschaft. Um den Kindern und Jugendlichen in Freundschaft zur Seite zu stehen benötigen wir Eure/Ihre Unterstützung!

Beste Grüße aus Trier
Ihr/Euer

Matthias Pohlmann
Geschäftsführender Bildungsreferent

Spendenkonto VzF

Förderverein Bolivienpartnerschaft
Pax Bank Trier eG
IBAN: DE27 3706 0193 3006 9680 14
BIC: GENODED1PAX
"Bolivienpartnerschaft"

Allgemeinde Informationen (Stand: Mai 2020)

  • Zusammenbruch des Altkleidermarktes

    Die Durchführung der für dieses Frühjahr geplanten Boliviensammlungen war aufgrund der Auflagen de facto nicht möglich.

    Hinzu kommt nun, dass der Markt für Alttextilien zusammengebrochen ist: Grenzen sind geschlossen, Transportwege unterbrochen, Läden und Verkaufsmärkte für Second Hand-Kleidung weltweit geschlossen. Zwar lagern die Sortierfirmen in begrenztem Maße Kleidung ein, doch die Corona-Krise trifft die gemeinnützigen Sammelorganisationen in einer ohnehin schon schwierigen wirtschaftlichen Lage.

    So wird aktuell dazu aufgerufen, aussortierte Kleidung zu Hause zu lagern, um das System zu entlasten.

    Die weiteren Entwicklungen sind kaum vorhersehbar. Es kann derzeit also niemand sagen, wann die Talsohle durchschritten ist und ab wann die Nachfrage nach Gebrauchtkleidung wieder steigen wird.

    Wir gehen optimistisch davon aus, dass die für Herbst geplanten Boliviensammlungen im Saarland wieder durchgeführt werden können.

  • Die Situation unserer Partner*innen in der Corona-Krise

    Die globale Corona-Pandemie kam bereits in einem frühen Stadium nach Bolivien, und schon ab Mitte März wurden z.T. drastische Maßnahmen von der Regierung erlassen.

    Die Außengrenzen und inländischen Bundeslandgrenze wurden geschlossen, der internationale Flugverkehr eingestellt, Schulen, Kitas und Landschulinternate geschlossen, landesweite Ausgangsbeschränkungen verhängt. Das Gesundheitssystem ist unzureichend auf eine solche Situation vorbereitet.

    Derzeit schießen die Fallzahlen in Bolivien rapide in die Höhe. Besonders betroffen sind die Departamentos La Paz und Santa Cruz. Die Folgen der Krise bekommen die Armen und schon vorher Benachteiligten zu spüren, z.B. Kinder und Jugendliche auf dem Land, Menschen mit Beeinträchtigungen und der gesamte informelle Sektor.

    Nachfolgend einige akutelle Informationen unserer Partnerorganisationen:

  • Stiftung "Solidarität und Freundschaft Chuquisaca-Trier"

    Die 23 Einrichtungen der Stiftung sind alle geschlossen. Die Kinder und Jugendlichen befinden sich zu Hause in ihren Dörfern.

    An digitalen Unterricht, wie bei uns, ist nicht zu denken. Die Versorgungslage in den weit entlegenen Gebieten Chuquisacas ist zum Teil katastrophal. Die Mitarbeiter*innen arbeiten, soweit möglich, im Homeoffice. Alle Löhne und Gehälter werden weiter gezahlt.

    Die Stiftung hat einen Krisenplan aufgestellt, um die Folgen für die besonders betroffene ländliche Bevölkerung abzumildern. So werden Lebensmittelpakete und Hygieneartikel für bedürftige Familien in 20 ländlichen Pfarreien zur Verfügung gestellt. Dabei werden Menschen mit Beeinträchtigungen und ihre Familien besonders bedacht.

    Jugendliche, die sich normalerweise in Projekten der Stiftung engagieren, sind wichtige Schlüsselpersonen bei der Aufklärung der ländlichen Bevölkerung in Sachen Corona. Die Mitarbeiter*innen der Stiftung erarbeiten in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen anschauliche Kurzvideos in einfacher Sprache oder sogar eigens produzierte Songs, die teilweise auch in Quechua übersetzt werden. So wird die Kampagne "Ich schütze meine Familie" maßgeblich von der Jugend im Erzbistum Sucre unterstützt.

  • PJV (Nationale Jugend- und Berufungspastoral)

    Ähnlich wie bei der Stiftung spielen auch die Jugendlichen der Jugendpastoral in Bezug auf die Aufklärungsarbeit eine entscheidende Rolle - in dem Fall sogar landesweit. So tragen sie z. B. maßgeblich die digitale Kampagne "Bleib' zuhause". Die Kommunikation mit den Jugendgruppen auf lokaler und auf diözesaner Ebene läuft fast ausschließlich über die digitalen Netzwerke.

    Auch die bolivianische Bischofskonferenz nutzt die Vernetzung der Jugendlichen und verbreitet darüber Angebot für Online-Messen und Gebetsaufrufe. In den Beiträgen der Jugendlichen geht es um den Schutz des Lebens, um Verbundenheit und Solidarität in der Krise und darum, sich in der Krise auf das Wesentliche und den Glauben zu konzentrieren. Dabei orientieren sie sich am päpstlichen Dokument "Christus vivit", nachsynodales Apostolisches Schreiben von Papst Franziskus vom März 2019 an die jungen Menschen und an das ganze Volk Gottes.