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Katholische Pfarrkiche Hammerstein

St. Georg

Lage:
Hauptstraße 16 (an der B 42)
56598 Hammerstein (OT Oberhammerstein)

Geo-Lage: 50.472, 7.354 / 50° 28' 19" N, 7° 21' 15" O

Gottesdienst sonntags 8:30 Uhr

Abweichungen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Pfarrbrief.

Wegen eines Kunstraubes in den 1970er Jahren ist die Kirche normalerweise außerhalb der Gottesdienstzeiten geschlossen.

 

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit Bus Linie 170 der RMV, Haltestelle Oberhammerstein Kirche

Hier geht es zum Fahrplan

Spätestens in spätromanischer Zeit entstand am Fuße der Burg Hammerstein als königliche Gründung eine Kirche, die königliche Kapelle. Diese wird 1335 als Pfarrkirche, 1359 jedoch als „freie Kapelle“ bezeichnet.

Die Kirche ist gegen Ende des 12. Jh. gebaut worden. Im 15. Jh. das Mittelschiff überwölbt. 1686 wurden die Seitenschiffe angebaut, die Fenster im Obergaden vergrößert. Es handelt sich um eine dreischiffige, querhauslose Basilika mit quadratischem Chor. Dieser ist mit einem Kreuzgratgewölbe versehen und nach außen auf der Südseite mit einem Rundbogenfries abgeschlossen. Er trägt ein achtseitiges Turmgeschoß, das in jeder der freiliegenden Seiten eine gegen die Mauerfläche einmal zurückgestufte Zwillingsarkade hat. In den Nordseiten werden die Arkaden von Pfeilerchen, in den Südseiten von Säulchen mit Kelchkapitellen und Palmetten getragen.

Das Mittelschiff ist mit einem hölzernen Netzgewölbe gedeckt.

Das Westportal stammt aus dem Ende des 18. Jh., nur die innerste seiner drei Rückstufungen ist ursprünglich.

Der heutige Hochaltar stammt vom Anfang des 18. Jh., er hat in der Mitte die Statue des hl. Georg, der den Drachen tötet. Daneben die hll. Petrus und Paulus. Zwei Säulen tragen ein Gesims, auf dessen Voluten zwei Engel stehen. Der Aufsatz enthält die gemalte Darstellung der hl. Dreifaltigkeit von Januarius Zick (1730 - 1797).

Im Seitenschiff findet sich eine Plastik aus Basalt, ein sogenannter Gnadenstuhl. Diese Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit befand sich ursprünglich in einem Heiligenhäuschen über dem Ort, östlich der Burgruine. Heute befindet sich dort eine Replik.

Auf dem Schalldeckel der Kanzel, ebenfalls aus dem 18. Jh., findet sich ein Posaune blasender Engel.

Im Turm befindet sich das einzige romanische Doppelgeläut in Deutschland. Die beiden alten Glocken haben keine Inschrift, sind also wohl um die Zeit um 1200.

Quellen:

Neu H. u. Weigert H.: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz (Bd. 16), Kreis Neuwied. Düsseldorf 1940, S. 156 ff.

Schönhofen, Werner: Hammerstein am Rhein. Rheinische Kunststätten (Heft 324), Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.), Neusser Druck und Verlag, Neuss 1987.

Fotos: © Thomas Müller