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Katholische Pfarrkirche Leutesdorf

St. Laurentius

Lage:
Hauptstraße / Ecke Kirchstraße
56599 Leutesdorf

Geo Daten: 50°27'08.5"N 7°23'06.9"E

Gottesdienst samstags 18:30 Uhr

Abweichungen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Pfarrbrief.

Die Kirche ist in der Regel nicht geöffnet.

 

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit Bus Linie 170 der RMV, Haltestelle Leutesdorf Kirche

Mit dem Zug der Deutschen Bahn

Hier geht es zum Fahrplan

Leutesdorf gehörte ursprünglich zur Pfarrei Andernach. Ein Pfarrer ist erstmals für das Jahr 1157 bezeugt.

In der Frühromanik wurde eine Kirche erbaut, die im 15. Jh. um einen gotischen Anbau erweitert wurde. Es entstand so eine zweischiffige Hallenkirche. Einem Bericht aus dem Jahr 1727 nach „sehr alt, schlecht und unförmlich, nach einem Modell zweier aneinander liegender Häuser mit zwei Dächern, ohne Gewölbe, eine Seitenmauer am Einstürzen, das Chor mit steinernem Gewölbe versehen, mit armseligem Altar.“

Das Langhaus wurde 1728 bis 1730 ersetzt, den aus dem Anfang des 13. Jh. bestehenden Turm behielt man bei. Die unteren vier Geschosse könnten älter sein. Sie sind ungegliedert, das fünfte hat Eck- und Mittellisenen, die durch einen Rundbogenfries verbunden sind. In jeder Seite sind zwei Zwillingsfenster. Die Giebel tragen ein Rautendach und weisen je eine dreiteilige Arkade auf. Das unterste Geschoß ist kreuzgratgewölbt, hier befand sich früher die Sakristei, die sich heute in einem Anbau befindet. In frühen Zeiten hatte der Turm die Funktion eines Wehrturmes.

Die Westfront schließt mit einem flachen Giebel ab, das Portal ist von Pilastern gerahmt.

An der Westseite des Turmes steht die vor 1500 erbaute Taufkapelle. Sie war der Chor der gotischen Erweiterung. Ein in ihr befindlicher Schlußstein zeigt einen Engel. Außerdem befindet sich hier ein Taufbecken aus der Mitte des 13. Jh.

Das Langhaus hat Saalform und ist mit vier schmalen Kreuzgratgewölben gedeckt, die im Scheitel Medaillons haben. Der Chor ist schmaler und niedriger als das Schiff.

Der Hochalter mutet barock an, ist aber ein Werk der Gebrüder Port aus Münstermaifeld aus dem Jahr 1908. Das Relief zeigt eine Anbetung der Könige.

Die beiden Seitenaltäre stammen aus der Erbauungszeit, ebenso die Kanzel.

 

Im Chor ist rechts ein Fresko zu sehen, auf dem man die Leidenswerkzeuge erkennen kann. Es entstand um 1500. Ein romanisches Fresko fand man im Turm.

Die Orgel auf der Westempore ist eines der bedeutendsten Werke der Orgelbauerfamilie Stumm. Sie ist aus dem Jahr 1735.

Quelle:

Jakob Marx, Geschichte der Pfarreien der Dekanate Trier, Konz und Engers, Trier 1932, 377-379

Fotos: © Thomas Müller