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Erstkommunionvorbereitung 2020

Begehbarer Gottesdienst

Am 21., 22. und 23. August waren alle Kommunionkinder (mit Eltern und Geschwistern) zu einem "Begehbaren Gottesdienst" in ihrer jeweiligen Heimat-Pfarrkirche eingeladen.

Im Abstand von jeweils 15 Minuten trafen die Kommunionkinder ein und konnten so - unter den notwendingen Hygienemaßnahmen - die 14 Stationen in der Kirche erleben
(Vergrößerung der Bilder jeweils mit Klick auf das Bild):

  • 1. Station: Den Gottesdienst mit dem Kreuzzeichen beginnen

    Stelle Dich mit Deiner Familie nebeneinander in eine Reihe, sodass ihr in die gleiche Richtung blickt.
    Geht nun soweit auf Abstand, dass jeder von euch gut seine Arme zur Seite ausstrecken kann.
    Breitet nun eure Arme zur Seite aus:

    Du stehst da wie ein Kreuz.
    Schau nach oben! In der Vorstellung schaust du durch das Kirchendach.
       Da ist der Himmel. Im Himmel stellen wir uns Gott vor.
    Schau nun nach unten! Du stehst auf dem Boden, auf unserer Erde, unserer Welt.
       Auf dieser Erde hat auch Jesus gelebt.
    Schau nun nach rechts und links. Da stehen die anderen, die heute mit mir hier sind.
    So verbindet mich das Kreuz
       mit Gott, mit Jesus, mit den Menschen, die mir nahe sind,
       mit allen Menschen, die ich in dieser besonderen Zeit vermisse,
       mit allen Menschen auf der Welt, ja mit der ganzen Schöpfung.

    Wenn du zu Beginn des Gottesdienstes ein Kreuzzeichen machst, dann stellst du dich damit in die Gemeinschaft der Glaubenden auf der ganzen Welt, die sich zu Jesus Christus bekennen:
    "Im Namen des Vaters
    und des Sohnes und
    des Heiligen Geistes. Amen."

    Ich berühre meine Stirn.                   -    Mein Denken soll Gott lenken.
    Ich berühre die Brust, mein Herz.   -    Mein Fühlen soll Gott lenken.
    Ich berühre beide Schultern.            -    Was ich tue, soll Gott lenken.

    Oft machen wir beim Eintritt in eine Kirche ein Kreuzzeichen mit Weihwasser.
    Das heißt: Ich erinnere mich, dass ich als Getaufte/als Getaufter die Kirche betrete.

    Wasser ist unverzichtbar für das Leben. Eine Waschung gehört zum Ritus vieler Religionen. In den christlichen Kirchen wurde das lebenserhaltende Wasser zum Zeichen des Segnens und der Taufe.

    In der Taufe hat Gott in Jesus Christus "Ja" zu dir gesagt:
    "Ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir.
    Wenn du durchs Wasser schreitest, bin ich bei dir,
    wenn durch Ströme, dann reißen sie dich nicht fort."  (Jes 43,1-2)


    Du bist eingeladen:
    * Mach mit der rechten Hand (Rechtshänder) bzw. mit der linken Hand (Linkshänder)
       ein Kreuz auf Stirn, Brust, linke Schulter, rechte Schulter.
    * Weihwasser dürfen wir in der Corona-Zeit nicht offen hinstellen.
       Wenn du möchtest, kannst du dir ein Fläschchen mit Weihwasser für Zuhause mitnehmen.

  • 2. Station: Besinnung

    Schau in den Spiegel.
    Das bist du, jetzt und hier.

    Das bist du, mit deinen guten Seiten, mit dem, was du an dir magst.
    Das bist du auch mit all dem, was dir an dir selbst nicht gefällt,
    mit den Seiten, die du keinem gerne zeigst
    und mit deinem Versagen.

    Das bist du.

    Kannst du glauben, dass du – genau so – geliebt bist von Gott?
    Kannst du glauben, dass er dich annimmt auch mit deinen schlechten Seiten?
    Kannst du glauben, dass Gott dich genau so gewollt hat?

    Kannst du das glauben?


    Wir beten:
    Kyrie eleison, Herr, erbarme dich!
    Christe eleison, Christus, erbarme dich!


    Du bist eingeladen,
    eine Scherbe als Symbol für alles Zerbrochene in deinem Leben zu nehmen
    und die Scherbe vor Gott in der Schale abzulegen.
    (Bitte versuche, die Schale dabei nicht zu berühren!)

  • 3. Station: Gloria

    "Ehre sei Gott in der Höhe"

    Wer sich von Gott angenommen weiß,
    kann Gott loben und singen.


    Du bist eingeladen,
    laut oder leise ein frohes Loblied zu singen, z.B. das nebenstehende!
     

     

    Anmerkungen zum Lied:
    Der Text des Refrains stammt aus dem Sonnengesang des hl. Franziskus von Assisi.
    Die Strophe schrieb Regina Schmitz (2020).
    Die Melodie ist mündlich aus Italien überliefert.
    "Laudato si, o mio Signore!" ist italienisch und bedeutet: "Sei gelobt, o mein Herr!"

  • 4. Station: Bibelworte

    Lies in aller Ruhe in der Bibel,
    die auch Gottes Wort oder Heilige Schrift genannt wird.

    (Bitte berühre dazu NICHT das Buch!!!)


    Aufgeschlagen ist der Evangelientext,
    der am kommenden bzw. diesem Sonntag
    in allen katholischen Kirchen der Welt gelesen wird (Mt 16,13-20).


    Hier das Evangelium in einfacheren Worten für Kinder:
    Einmal wanderte Jesus mit seinen Jüngern in eine Gegend, wo es kaum Dörfer gab. Sie kamen an eine recht einsamen Platz. Felsen ragten hoch auf. An einer Quelle ließen sie sich nieder.
    Jetzt wollte Jesus mit seinen Jüngern einmal allein sein. Jesus wollte über eine Frage sprechen, die ihm sehr wichtig war.
    "Sagt einmal, was reden eigentlich die Leute über mich?" fragte Jesus.
    Einer von den Jüngern antwortete: "Ich habe gehört, wie Leute sagten, du bist ein Gottesbote, genauso wie Johannes der Täufer."
    Einige andere Jünger meinten: "Uns haben die Leute gesagt, wie gut, dass es endlich wieder einen Propheten bei uns gibt. Sie meinten, Jesus ist so einer wie einst Elia und Jeremia!"
    "Und ihr?" fragte Jesus. "Wie denkt ihr denn über mich?"
    Da sagte Simon: "Du bist der Retter, auf den unser Volk so lange schon gewartet hat. Du bist Gottes Sohn."
    Jesus streckte die Arme nach Simon aus und drückte ihn freudig ans sich. "O Simon, das kann dir kein anderer Mensch gesagt haben, nur mein Vater im Himmel! Du sollst von nun an nur noch Petrus heißen, das bedeutet »der Fels«. Und auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen."
     

    Du bist eingeladen, 
    diesen Bibeltext als Kopie (mit Bild) mitzunehmen!

  • 5. Station: Predigt

    In der Predigt fasst der Priester in Worte,
    welche Botschaft des Evangeliums für uns heute wichtig ist.

    Was ist dir vom gerade gelesenen Evangelium im Gedächtnis geblieben?
    Welches Wort oder welches Bild vom Gelesenen ist dir am wichtigsten?
     


    Du bist eingeladen,
    einen deiner/eurer Gedanken aufzuschreiben und mit einer Wäscheklammer an die Leine zu hängen.
    (Bitte fasst dazu je Familie nur eine Wäscheklammer an.)

  • 6. Station: Glaubensbekenntnis

    Ein Text, der Jahrhunderte alt ist, kann von uns zu unserem Text gemacht werden.
    Wir lesen und sprechen die gleichen Worte und dennoch klingen in uns unterschiedliche Dinge an.
    So ist es auch im Glauben.
    Als Glaubende, als Christen gehören wir zusammen: "wir glauben". Aber in der Gemeinschaft der Glaubenden hat jeder seine eigenen Zugänge und Vorstellungen vom Glauben.


    Du bist eingeladen,
    einen eigenen Satz "Ich glaube …" aufzuschreiben.


    Liebe Eltern,
    Sie sind eingeladen, den Text des Glaubensbekenntnisses zu nehmen.
    Wählen Sie aus dem Glaubensbekenntnis drei Sätze aus, die für Sie wichtig sind.
    Markieren Sie sie mit einem Ausrufezeichen.
    Hinter welche Aussagen machen Sie eher ein Fragezeichen?
    (Diesen Text dürfen Sie mit nach Hause nehmen oder aufhängen.
    Bitte legen Sie ihn nicht wieder ab!)

    Schreiben auch Sie einen eigenen Satz "Ich glaube ..." zum Credo dazu.


    Hängt Eure Zettel mit einer Klammer an die Wäscheleine!

  • 7. Station: Fürbitten

    Vor Gott halten wir nun Fürbitte.

    Wir schauen auf alles, was unser Herz bewegt.
    Für welche Aufgaben brauchst du in nächster Zeit Kraft?
    Welchen Menschen wünschst du Hilfe?

    Unsere Bitten und Anliegen bringen wir vor Gott.
    Das Licht und der aufsteigende Rauch der brennenden Kerze drücken die Hoffnung aus,
    dass unser Gebet von Gott angenommen ist.

     


    Du bist eingeladen,
    * eine Kerze an der brennenden Kerze zu entzünden
       und für einen Moment still zu werden.
    * Du kannst deine Anliegen auch auf eines der kleinen Blätter schreiben
       und in den Korb legen. (Bitte versuche, den Korb dabei nicht zu berühren!)

  • 8. Station: Gabenbereitung

    Brot und Wein sind die Zeichen,
    die Jesus beim letzten Abendmahl wählte.

    In sie hat er sich mit seinem Leben,
    seiner Liebe und allem, was er war,
    ganz hineingegeben.

  • 9. Station: Eucharistiefeier - Hochgebet

    Das Wort "Eucharistie" heißt übersetzt "Danksagung".

    Im Zentrum der Eucharistiefeier steht die Erinnerung an die Hingabe Jesu,
    an das letzte Abendmahl, an seine Bereitschaft, für uns zu sterben
    und an seine Auferstehung.
    Diese große "Danksagung" kann unseren Blick öffnen für das,
    wofür wir in unserem Leben dankbar sein dürfen - auch mitten in Sorgen und Leid.

     

     


    Lass dich anregen durch das folgende Gebet:

    Gott, unser Freund,
    danken hat etwas mit denken zu tun
    und so will ich darüber nachdenken,
    was du mir geschenkt hast.
    Danke, Gott, für diesen Tag.
    Danke, dass du bei mir bist.
    Danke, für meine Familie,
    die Geschwister, Omas und Opas
    und für die Freude, die du mir schenkst.
    Danke für meine Freunde und Freundinnen.
    Danke für die ganze Welt:
    die Blumen und Bäume,
    die Tiere, die Pflanzen,
    für Sonne, Mond und Sterne.
    Danke, dass ich Erstkommunion feiern kann.
    Danke, ….
    Und danke, dass du an dunklen Tagen
    besonders an mich denkst.
    Amen.

    (© Pfarrer Christian Scheinost)


    Wofür bist du in deinem Leben dankbar?


    Du bist eingeladen,
    dir eine kleines süßes "Dankeszeichen" mitzunehmen.

  • 10. Station: Vaterunser

    Die Jünger fragten Jesus, wie sie beten sollten.
    Er lehrte sie ein Gebet, das heute Christen auf der ganzen Welt sprechen,
    jeweils in ihrer Sprache: das Vaterunser.

     

     


    Du bist eingeladen,
    * dir das Vaterunser in verschiedenen Sprachen anzusehen.
    * das Vaterunser zu beten – egal in welcher Sprache.

  • 11. Station: Friedensgruß

    Bevor wir das Brot miteinander teilen, wünschen wir mit einem Kopfnicken* allen,
    die gerade in unserer Nähe stehen:

    "Friede sei mit dir!"

    (*Als Familie / Hausgemeinschaft dürfen wir uns auch in dieser Zeit die Hand reichen oder uns umarmen und dabei sprechen: "Der Friede sei mit dir!")

    Ein Friedensgruß reicht über die Gottesdienstgemeinschaft hinaus.
    In ihm ist der Wunsch enthalten,
    dass sich der Friede Gottes in der ganzen Welt ausbreiten möge.

    Gibt es jemanden, mit dem du gerade in Unfrieden lebst?
    Oder fällt dir jemand ein, der unter Unfrieden leidet?
    Kennst du jemanden, der schon lange auf einen Gruß von dir wartet?


    Du bist eingeladen,
    dir eine Karte (eine je Kommunionkind) auszuwählen und einen Friedensgruß zu verschicken.

  • 12. Station: Kommunion - Communio

    Wenn wir Eucharistie feiern, erinnern wir uns an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gehalten hat.
    Brot und Wein werden uns zum Zeichen für seine Gegenwart.
    Wir stellen uns in die Gemeinschaft mit ihm und werden gestärkt für unser Leben.

    Die Eucharistie können wir nur zusammen mit anderen Menschen feiern.
    Im Teilen des Brotes zeigt sich die "Communio",
    die Gemeinschaft der Christen in einer konkreten Gemeinde und auf der ganzen Welt.


    Du bist eingeladen,
    dir ein Stück ungesäuertes Brot zu nehmen, es mit deiner Familie zu teilen und es zu kosten.

  • 13. Station: Dank

    Mit dem Text eines modernen Dankliedes
    kann mein Dank an Gott zusammengefasst werden:

    Gott, dafür will ich Dir danke sagen,
    dass Du in guten und schlechten Tagen
    neben mir stehst und mit mir gehst,
    Dich selbst mir gibst, weil Du mich liebst,
    weil Du mich liebst, ohne zu fragen,
    mit meinem Lied will ich danke sagen.

    (T: Rolf Krenzer, M: Ludger Edelkötter)

  • 14. Station: Segen

    Gott segne dich und behüte dich.
    Gott lasse sein Angesicht über dich leuchten
    und sei dir gnädig.
    Gott wende sein Angesicht dir zu
    und schenke dir Heil.

     

     


    Du bist eingeladen:
    * Mache noch einmal ein Kreuz auf Stirn, Brust, linke Schulter, rechte Schulter.
    * Nimm dir einen Segenstext (einen je Kommunionkind) mit nach Hause.

(c) nach einer Idee von Renate Schmidt, Gemeindereferentin in Hamburg -
bearbeitet, erweitert und umgestellt auf die Situation vor Ort und für die zur Zeit notwendigen Hygieneregeln durch Gemeindereferentin Regina Schmitz -
ergänzt durch Pfarrer Christian Scheinost und Pastoralreferentin Elisabeth Beiling