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Fastenzeit - Hintergründe

In der Fastenzeit, von Aschermittwoch bis Karsamstag, bereiten sich Christen auf Ostern vor.

Auf dieser Seite gibt es Hintergründe zur Fastenzeit und den dazugehörigen Bräuchen.

Fasten | Unglaubliche Fakten | Gott sei Dank!

sind unter folgendem link bei YouTube zu sehen: 
https://www.youtube.com/watch?v=_WDYfL8vA7M

  • Aschermittwoch

    Der Beginn der Fastenzeit wurde im sechsten Jahrhundert einheitlich auf den Aschermittwoch gelegt.

    Dieser besondere Tag läutet die 40-tägige Fastenzeit ein.

    Am Aschermittwoch werden die Gläubigen im Gottesdienst mit einem Aschekreuz bezeichnet. Daher hat dieser Tag seinen Namen.
    Das Aschekreuz auf der Stirn erinnert den Menschen an seine Vergänglichkeit.

    Für die Asche werden Palmzweige des letzten Jahres verbrannt und im Gottesdienst mit Weihwasser gesegnet.

    "Kehr um und glaub an das Evangelium!"
    "Bedenke Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst."
    "Kehr um und glaube an die Liebe Gottes!"
    So oder ähnlich spricht derjenige, der den Gläubigen das Aschekreuz auf die Stirn zeichnet.

    Der Aschermittwoch gilt als strenger Fast- und Abstinenztag: Gläubige sollen an ihm kein Fleisch essen, und es sind lediglich eine einmalige Sättigung sowie morgens und abends je eine kleine Stärkung vorgesehen. 

    Ausmalbild zum Aschermittwoch auf: www.familien234.de

  • Fastenzeit: 40 Tage - 46 Tage

    Wenn wir von der Fastenzeit sprechen, heißt es auch meist, sie dauere 40 Tage.

    Von Aschermittwoch bis einschließlich Karsamstag sind es jedoch 46 Tage.

    Ursprünglich fiel der erste Fastentag auf den 6. Sonntag vor Ostern. Papst Gregor der Große (590-604) verlegte den Beginn auf den davorliegenden Mittwoch, um die Sonntage als "Tag des Herrn" von der Fastenzeit auszunehmen.

    Das bedeutet: Es gibt 40 Fasttage und sechs Sonntag (die fünf Fastensonntag und der Palmsonntag). Die Sonntage sind von der Fastenzeit ausgenommen, da wir jeden Sonntag Ostern feiern: Jesus lebt! Sonntags wird auch das Fasten unterbrochen.

    Und warum sollen es gerade 40 Fasttage sein?
    Das geht zurück auf die 40 Tage, an denen Jesus in der Wüste gelebt und gefastet haben soll (Matthäus 4,1-11). 

    Weitere biblische Stelllen berichten von 40 Tagen oder gar 40 Jahren:
    - Die Sintflut dauerte 40 Tage. (Genesis 7,4ff)
    - Mose hielt sich 40 Tage auf dem Berg Sinai auf. (Exodus 24,18)
    - Das Volk Israel wanderte 40 Jahre durch die Wüste. (Jos 5,6)

  • Gestaltung der Gottesdienste in der Fastenzeit

    In der Fastenzeit sollen und wollen sich die Christen auf das Wesentliche, auf Jesus und das Leben mit IHM konzentrieren.
    Sie wollen sich so wenig wie möglich von Dingen ablenken lassen:

    • Deshalb werden in der Fastenzeit auch vielerorts die bunten und reichgeschmückten Hochaltäre und Altarbilder mit Tüchern, z. B. einem Hungertuch (bemaltes Tuch) verhängt.
    • Der Priester trägt in dieser Zeit ein violettes Messgewand.*
    • Auf das Gloria und das Halleluja wird verzichtet.
    • Auch das Orgelspiel wird oft einfacher: kürzere Vorspiele, Ein- und Auszug des Priesters und der MessdienerInnen in Stille.
    • Am 5. Fastensonntag werden in den Kirchen die Kreuze verhüllt. Sie werden mit violetten Tüchern verhängt oder darin eingehüllt. Erst im oder nach dem Gottesdienst am Karfreitag werden sie enthüllt.
      In manchen Kirchen verdecken bereits ab Aschermittwoch Fasten- oder Hungertücher den gesamten Chorraum.
      Besonders bekannt ist das alle zwei Jahre neu gestaltete Fastentuch des Hilfswerks MISEREOR.
      Hintergrund ist das "Fasten für die Augen". Die Gläubigen konzentrieren sich voll und ganz auf das Leiden und Sterben Jesu Christi.
      An Ostern werden Jesu Sieg über den Tod und das neue Leben gefeiert.

    * Am 4. Fastensonntag kann der Priester ein rosafarbenes liturgisches Gewand tragen.
    Das Rosa ist quasi das Violett der Fastenzeit, in das sich schon das Weiß der Osternacht mischt.

  • Fastensonntage - besondere Namen

    Die ersten fünf Fastensonntage sind nach dem Introitus, dem Eingangsvers der heiligen Messe, benannt:

    • Der 1. Fastensonntag heißt auch "Invocabit",
      von lat. "invocabit me", das heißt übersetzt "Er ruft mich an."
    • Am 2. Fastensonntag wird Gott gebeten, sich an seine Güte zu erinnern.
      Er heißt auch "Reminiscere" ,
      von lat. "reminiscere miserationum tuarum", das heißt übersetzt "Denke an deine Güte!"
    • Der 3. Fastensonntag heißt auch "Oculi",
      von lat. "oculi mei semperad dominum", übersetzt: "Meine Augen schauen immer auf zum Herrn."
    • der 4. Fastensonntag ist der sogenannte Laetare-Sonntag,
      von lat. "laetare", "Freue dich!"
    • der 5. Fastensonntag, der Passionssonntag, steht unter dem Wort "Judica", 
      von lat. "judica me, deus", übersetzt: "Schaff' Recht mir, Gott." 
  • Misereor - Misereor-Sonntag 2021

    Der 5. Fastensonntag ist zugleich auch der "Misereor-Sonntag".
    An diesem Sonntag steht das Hilfswerk "Misereor" ein Projekt beispielhaft vor und ruft zur Misereor-Kollekte auf.

    In diesem Jahr lautet das Motto:

    Es geht! Anders.

    und Bolivien, das Partnerland des Bistums Trier, ist das Beispielland:
    Vorschau zur Misereor Fastenaktion 2021 - mit Bolivien im Fokus

    Misereor spricht Kinder und Familien auf einer eigenen Seite an (mit Comic, Spielen, Bastelaktion, Wimmelkarte, Ausmalbildern, ...):
    www.kinderfastenaktion.de

  • 24.2. - Hochfest des Heiligen Matthias

    Der Heilige Matthias gehört zu den Aposteln und ist der Patron des Bistums Trier.

    Da Judas Ischariot Jesus verraten und sich erhängt hatte, wurde Matthias als Apostel gewählt, damit es wieder zwölf waren. (Apostelgeschichte 1,15–26)
    Er gehörte bereits zu den 72 Jüngern, die von Jesus ausgewählt und ihm gefolgt waren. (Lukas 10,1ff)

    In der Abtei St. Matthias in Trier wird seit dem 12. Jahrhundert das Grab des Apostels Matthias verehrt.

    Weitere Infos auf www.heiligenlexikon.de.

  • 19.3. - Hochfest des Heiligen Josefs

    Josef war mit Maria verlobt und wurde der Ziehvater Jesu.

    Viel wissen wir nicht von ihm, nur wenig ist biblisch belegt:

    Matthäus-Evangelium 1,16:
    Im Stammbaum Jesu wird Josef als Mann Marias genannt.

    Lukas 1,27
    Josef wird als Verlobter Marias erwähnt, als der Engel Gabriel ihr die Geburt Jesu ankündigt.

    Matthäus-Evangelium 1,18-25:
    Ein Engel spricht zu Josef im Traum. Er erklärt ihm, dass das Kind, das Maria unter ihrem Herzen trägt, von Gott ist und Jesus heißen wird.
    Schließlich folgt Josef dem Aufruf des Engels und bleibt bei Maria.

    Lukas-Evangelium 2,1-17:
    Josef reist mit Maria von Nazaret nach Betlehem, wo Jesus geboren wird.
    Auch die Hirten begegnen Josef an der Krippe.

    Lukas-Evangelium 2,22-40
    Maria und Josef (als Eltern) bringen Jesus in den Tempel zur vorgeschriebenen Reinigung.
    Dort begegnen ihnen Simeon und Hanna.

    Matthäus-Evangelium 2,13-15.19-23:
    Und nochmals erscheint dem Josef im Traum ein Engel. Die junge Familie flieht daraufhin nach Ägypten, um Jesus vor Herodes in Sicherheit zu bringen.
    Und kehren nach dessen Tod - ein drittes Mal erscheint dem Josef ein Engel im Traum - nach Nazaret zurück.

    Lukas-Evangelium 2,41-51:
    Als der zwölfjährige Jesus im Tempel von Jerusalem mit den Schriftgelehrten diskutiert und dadurch zunächst die Heimreise in der Pilgergruppe verpasst, wird Josef zum letzten Mal in der Bibel erwähnt. Er wir zwar nicht namentlich genannt, aber es ist von Jesu "Eltern" die Rede.

    Matthäus 13,55
    Erst hier wird Jesus als Sohn des Zimmermanns bezeichnet und damit der Beruf Josefs genannt.

     

    Das Fest des Heiligen Josef wird am 19. März gefeiert.
    Dieses Datum wurde wohl als Gedenktag festgelegt, um das Fest der Minerva, der römischen Göttin der Handwerker, zu ersetzen.

    weitere Infos: www.heiligenlexikon.de

  • 25.3. - Hochfest der Verkündigung des Herrn

    Neun Monate vor Weihnachten erinnert dieses Fest daran, dass der Engel Gabriel Maria besuchte und ihr sagte, dass sie Gottes Sohn zur Welt bringen wird. (Lukas 1,26-38)

    Der Engel redet Maria in besonderer Weise an. "Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir." 
    Aus diesem Gruß des Engels ist das Ave Maria entwickelt, das den Rosenkranz prägt.

    Weil Maria im Mittelpunkt der Verkündigung des Engels steht, wird das Fest auch "Mariä Verkündigung" genannt.

    Hier wird der Rosenkranz in einem Video erklärt!