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Impuls zum Pfingstfest - Pfingstsonntag

Die heilige

Geisteskraft

Gottes

 

gegenwärtig,

spürbar,

kraftvoll!

"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist", so sagt es der amerikanische Industrieelle und "Selfmanager" Henry Ford (1863-1947), der Begründer der Ford Motor Company.

Erfolg und Vorwärtskommen im persönlichen Leben, weiterführende Entwicklungen in Kirche, Staat und Gesellschaft, im weitesten Sinn ein Erwachsenwerden haben viel mit dem Beschreiten neuer Lebenswege, neuer Lebensräume zu tun. Diese Wege sind nicht immer leicht. Ängste, Unsicherheiten, partielle Hilflosigkeit paaren sich dabei mit Neugierde, Mut und wertvollen Erfahrungen. In diesem Zusammenhang kommt mir das Bild der Tür in den Blick. In unserem Leben können wir Tausende von Türen durchschreiten und dabei wertevolle neue Erfahrungen machen. Jedoch wir können diese Türen auch ignorieren und vor einer verschlossenen Tür stehen bleiben oder uns hinter verschlossenen Türen verschanzen. Auf dem Weg des Ignorierens bestimmen Gefühle wie Ohnmacht und Abwehr, Unsicherheit und Schutzbedürftigkeit das Leben, die zudem zu Unbeweglichkeit führen können.

Die Auswirkungen des Virus COVID19 stellten und stellen uns meiner Meinung nach stets neu vor oder hinter verschlossene Türen: das menschliche Miteinander hat sich verändert: Kontaktverbot, Lockdown, Mund- und Nasenschutz im öffentlichen Leben, Ängstlichkeit voreinander, Gottesdienste belegt mit einem hohen Schutzkonzept, das scheinbar der christlichen Freiheit Grenzen setzt.

Eine Ausnahmesituation erleben wir wie einst die Jünger im heutigen Evangelium (Joh 20,19-23) und auch im Pfingstbericht der Apostelgeschichte (Apg 2,1-11). Diese Texte sind geschrieben an Menschen im 1. Jahrhundert nach dem Tod Jesu, die sich fragen: Wie soll es weitergehen ohne den Herrn, der da so jämmerlich am Kreuz gestorben ist? Wie ist das mit dem Glauben an die Auferstehung und mit dem Mit-sein Gottes und seinem Eintreten für sie, da sie doch verfolgt werden, sich an den Rand gedrückt fühlen, auch zweifeln.

Wie geht es weiter?

Und in diese Situation der Mutlosigkeit, der Resignation, die ihnen den Boden unter den Füßen wegzieht, geht - im Bild gesprochen - eine Tür auf, ein neue wertvolle Erfahrung wird spürbar. Der Geist Gottes, der Geist von Vater und Sohn verwandelt ihr Herz, macht es mutig, zuversichtlich, stark. Sie treten authentisch und überzeugt vor die Menge der Menschen, und die verstehen sie mit und auch ohne Worte.

Da ist eine leidenschaftliche Lebenskraft, die mich voranschreiten lässt trotz Grenzen und Ohnmacht und Leid und Krankheit und .... Da ist eine Kraft, die heilt und tröstet, zufrieden macht und das Leben gelingen lässt.

Gott schenkt allen Seinen Geist, Seine bedingungslos liebende Nähe. Das ist der Grund und der Inhalt des Glaubens, der uns nicht zugrunde gehen lässt. Dieser Glaube, geschenkt im Heiligen Geist, ist überall da, wo ich lebe; wenn ich bereit bin, die Türen zu öffnen und die neuen Chancen zu sehen und neue Erfahrungen machen zu wollen. Den Glaube an Gott, den brauchen wir. Der Glaube hält uns am Leben "mehr als jeder Gottesdienst", "mehr als jeder Mensch": Der Glaube ist der wertvollste und lebensspendende Schatz unseres Lebens.

Theresia von Avila sagt: Mit Gott habe ich alles, ohne Ihn nichts.

Komm Heiliger Geist und erfülle mein Leben. Amen.

  • Lesen der Bibelstelle Apg 2,1-11

    (Übersetzung aus der revidierte Einheitsübersetzung 2016)

    1 Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort.

    2 Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.

    3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.

    4 Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.

    5 In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.

    6 Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.

    7 Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?

    8 Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:

    9 Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien,

    10 von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten,

    11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber - wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

  • Lesen der Bibelstelle Joh 20,19-23

    (Übersetzung aus der revidierte Einheitsübersetzung 2016)

    19 Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!

    20 Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.

    21 Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

    22 Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!

    23 Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

Gebetszeit

Entzünden von sieben Teelichtern für die sieben Gaben des Heiligen Geistes


Gebet

DU heilige Geistkraft,
gegenwärtig, spürbar, kraftvoll,
erfahrbar im mütterlichen Vatergott
und in Jesus Christus, unserem Erlöser.
Komm und schenke mir deine Gaben,
der Weisheit und Einsicht,
des Rates und der Erkenntnis,
der Stärke, Frömmigkeit und Gottesfrucht.
Dann geschieht Neues, Unerhörtes, Unbegreifliches,
mein Leben wird göttlich, himmlisch, glückselig erfüllt. Amen


Lied

"Komm Schöpfer Geist" (GL 351)
und/oder Hymnus zum Hl. Geist

 

Meditation

Komm,

Du Heilige Geisteskraft Gottes,

erleuchte, mich,

durchdringe mich,

verwandle mich.

 

Komm,

Du Heilige Geisteskraft Gottes,

mach mich mutig.

Schenke mir Entschlossenheit

verschlossene Türen zu öffnen,

neue Chancen zu entdecken,

neue Erfahrungen machen zu wollen.

 

Komm,

Du Heilige Geisteskraft Gottes,

denn:

ohne dich ist mein Glaube leer,

die Liebe berechnend,

die Hoffnung resigniert.

 

Komm,

Du Heilige Geisteskraft Gottes,

denn du bringst Wandlung, positive Veränderung:

innere und äußere Wunden heilen,

Angst wechselt in Mut,

Einsamkeit erfährt Gemeinschaft,

Armut wird zu Reichtum,

Totes erfährt Leben,

dem Diesseits ist Ewigkeit geschenkt.

 

Komm,

Du Heilige Geisteskraft Gottes,

und lass den Himmel auf Erden beginnen.

 

(Zum Pfingstfest 2020 – 27.05.2020 © Christian Scheinost)