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DANKE für 38 Dienstjahre als Pfarrsekretärin

Frau Elvi Hubert

Zum 01.01.1987 wurde Frau Elvi Hubert als Pfarrsekretärin, damals bei der Kirchengemeinde St. Laurentius Leutesdorf, eingestellt, nachdem sie schon drei Jahre diese Aufgabe ehrenamtlich getätigt hatte. In diesen Jahren ihrer Tätigkeit im Pfarrbüro hat sie mit unterschiedlichen Pfarrern zusammengearbeitet. Nach dem Weggang von Pfarrer Alois Malkmus kam Pfarrer Matthias Röder, dann Pfarrer Herbert Lonquich und schließlich ich, Pfarrer Christian Scheinost. Mit jedem Pfarrerwechsel vergrößerte sich die Pfarrgemeinde, zunächst zur Pfarreiengemeinschaft Rheinbrohl - Hammerstein - Leutesdorf und dann ab 2011 zur Pfarreiengemeinschaft Leubsdorf - Bad Hönningen - Rheinbrohl - Hammerstein - Leutesdorf. Die jeweils neue Struktur des "pastoralen Raums" war eine große Herausforderung. Es erforderte Weitblick und Kooperationsvermögen, sich von der "Einzelkämpferin" zu einer "Teamworkerin" weiterzuentwickeln. In der Pfarreiengemeinschaft Rheinbrohl - Hammerstein - Leutesdorf arbeitete sie mit Frau Maria Loth aus Rheinbrohl zusammen, mit der PGR Bad Hönningen Rheinbrohl kamen die Pfarrsekretärin aus Bad Hönningen Frau Rosel Arndt und Frau Angelika Krebs aus Leubsdorf dazu. Und nach dem Abschied von Frau Arndt wurden wieder zwei neue Kolleginnen eingestellt: Frau Dr. Antonella Heßler und Frau Marion Klee.
Die nächste große Herausforderung war, als zum 01.01.2015 das zentrale Pfarrbüro in Bad Hönningen errichtet wurde und das Pfarrbüro in Leutesdorf, wie auch in Rheinbrohl und Leubsdorf zur Außen- bzw. Nebenstelle wurde, deutlich "abgespeckt" in Wichtigkeit und Aufgabenumfang. Mit der beginnenden Coronapandemie wurde dann das Pfarrbüro in Leutesdorf gänzlich aufgehoben und der Dienstort war allein Bad Hönningen.

Frau Elvi Hubert hat in diesen 35 Jahren mit den unterschiedlichsten Typen von Menschen zusammengearbeitet. Sie ist und war eine Stütze und Hilfe in der Organisation der verschiedensten Aufgaben für unsere Gruppen und Gruppierungen, für die Räte, Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat und die hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Gebiet einer Pfarrsekretärin ist sehr umfangreich. Wie bei dem physikalischen Prinzip eines Eisberges, bei dem nur 1/10 aus dem Wasser schaut, so ist es auch in ihrem Arbeitsfeld. Die Menschen sehen meist nur einen sehr kleinen Teil der Arbeit. Z.B. in den Zeiten, in denen der Pfarrbrief erstellt wurde und wird, nehmen die Sekretärinnen Arbeit mit nach Hause. Am eigenen Computer wird dann zusammengestellt, geschrieben, geordnet, in Form gebracht. Bei Sterbefällen rufen die Bestatter bei den Sekretärinnen an und Messen werden mal schnell selbst beim Einkaufen noch angenommen. Dazu kommen "kaufmännische Aufgaben", wie das Führen von Kassenbüchern, Abrechnungen etc. Neben den vielen, ständig zunehmenden Büroarbeiten, ist eine Pfarrsekretärin oftmals erste Ansprechpartnerin der Menschen, die das Pfarrbüro in den verschiedensten Lebenslagen aufsuchen. Sie ist auch Kontaktfrau zu den Rendanturen uvm.

So war und ist auch Frau Elvi Hubert ein Organisationstalent mit zehn Händen, zwölf Ohren und 15 Augen, die alles im Blick hat. Offenheit und Menschlichkeit für jeden Menschen, der sich an sie wendet und Durchsetzungskraft gehören ebenso zu ihren Qualitäten wie Loyalität und Diskretion. Darüber hinaus ist sie ein wandelndes Lexikon, wenn es um Namen, Adressen, Telefonnummern, Verträge, Finanzen, Archiv, Personen- und Verwandtschaftsverhältnisse geht.

Elvi Hubert ist, um es ganz einfach auszudrücken, "lebendes Inventar" unseres Pfarrbüros. Aber nun wird alles anders, denn nach 38 Jahren geht sie in den wirklichen, auch "wohlverdienten" Ruhestand. Sie gibt damit auch ihre Tätigkeit als Reinigungskraft in der Kirche und als Anlagenpflegerin um die Kirche herum auf. Im Blick auf die Anlagenpflege möchte ich auch Peter Janocha danken, der ihr in den letzten Jahren hilfreich zur Seite stand. In diesen Bereichen müssen wir also nun auf sie verzichten.

Sie bleibt uns jedoch erhalten als Küsterin, Organistin und Chorleiterin.

So danke ich Dir, liebe Elvi, im Namen aller Christinnen und Christen unserer Pfarreiengemeinschaft Bad Hönningen - Rheinbrohl, auch im Namen des Kirchengemeindeverbandes für Deinen unermüdlichen Dienst über so viele Jahre hinweg. Ich danke für Deine Professionalität, für Dein Wissen, Deine Gewissenhaftigkeit, für alles, was Du für diese Pfarrei und Pfarreiengemeinschaft getan hast.

Wir haben Elvi Hubert an ihrem letzten Arbeitstag, am 21. Januar, in einem kleinen Rahmen verabschiedet.
Nach ihrem wohlverdienten Resturlaub beginnt für sie und für uns am 1. März eine "neue, andersartige Zeit".

ABSCHIED
macht traurig,
aber er zeigt uns auch, wie reich das Leben ist,
reich an Menschen, die es gut mit uns meinen,
reich an Begegnungen, die uns glücklich machen,
reich an Taten und Werken, die unseren Selbstwert stärken,
reich an Freude und Fröhlichkeit,
reich auch an Krisen und Schwierigkeiten, die unser Leben reifen lassen.

Abschied,
heißt immer auch neu beginnen
und sich dabei getragen zu fühlen,
von der "alten" und der kommenden, "neuen Gemeinschaft", 
und vor allem in allem sich getragen zu fühlen von Gott,
der unseren Abschied und unseren Ruhestand segnet.

Christian Scheinost