Diakonenweihe von

Peter Kurtscheid

Hier bin ich,

du hast mich gerufen.

1 Sam 3,5.6.8

Unter dem Weihespruch aus dem 1. Buch Samuel "Hier bin ich, du hast mich gerufen" empfing Peter Kurtscheid zusammen mit Michael Stephan aus Tholey-Scheuern und Sebastian Zinken aus Sinzig durch unseren Bischof Dr. Stephan Ackermann am Pfingstsamstag 2017 die Diakonenweihe.

Die Weiheliturgie begann um 10:00 Uhr im Hohen Dom zu Trier.
Musikalisch gestalteten unsere Kirchenchöre aus Rheinbrohl und Bad Hönningen unter der Leitung von Herrn Andreas Wies die Weiheliturgie mit.
Um 14.30 Uhr fand dann in der Jesuitenkirche in Trier die Dankandacht statt.

Am Pfingstsonntag hielt Peter Kurtscheid zum ersten Mal als neu geweihten Diakon im Gottesdienst (10:00 Uhr) seiner Heimatgemeinde die Predigt. Dieser Gottesdienst wurde ebenfalls vom oben genannten Projektchor mitgestaltet.

Anschließend nutzten viele Gottesdienstbesucher die Gelegenheit, dem neugeweihten Diakon zu gratulieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Peter Kurtscheid ist nun als nebenamtlicher Diakon in der Pfarreiengemeinschaft Breisiger Land eingesetzt.

  • Diakon - Was ist das?

    In der Apostelgeschichte ist nachzulesen, wie in der frühen Kirche bewährte Männer aus der Gemeinde zu Diakonen erwählt wurden. Ihnen wurde die Aufgabe übertragen, sich um die Armen und Benachteiligten (damals konkret die Witwen) zu kümmern. Durch das Zweite Vatikanische Konzil wurde der Ständige Diakonat in seiner ursprünglichen Form wiederbelebt.

    Unter bewährten Männern versteht man heute Personen, die im Leben und im Beruf stehen und sich dort als glaubwürdige Christen erwiesen haben. Daher beträgt das Mindestalter für die Weihe zum Ständigen Diakon 35 Jahre. Sie können verheiratet oder ledig sein.

    Es gibt in der Kirche den ständigen Diakon im Hauptberuf und im Zivilberuf. Als Diakon im Zivilberuf, so wird Peter Kurtscheid in einer Pfarreiengemeinschaft im Bistum Trier pastoral unterwegs sein. Wie der Name schon andeutet, bleibt der Ständige Diakon in seinem Hauptberuf tätig. Er ist also in erster Linie weiter Familienvater und zur Versorgung seiner Familie in seinem Zivilberuf tätig. Erst danach steht er der Pfarreiengemeinschaft, in die er eingesetzt wird, als Diakon zur Verfügung.

    Voraussetzung für die Zulassung zum Ständigen Diakonat mit Zivilberuf sind ein mittlerer Bildungsabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Nach einem Jahr Interessentenzeit, in der es um die Klärung der eigenen Berufung und um eine Hinführung zu einem geistlichen Leben geht wird zeitgleich ein Grundkurs "Theologie im Fernkurs" absolviert. In weiteren 3 Jahren folgt dem Grundkurs ein Aufbaukurs. Dieser beinhaltet das Studium von Lehrbriefen zu vielen theologischen, philosophischen und ethischen Themen, an dessen Ende eine einzureichende, schriftliche Hausarbeit und eine mündliche Prüfung steht. Daneben erfolgt auch die Predigtausbildung mit "Probepredigten".

    Daran schließt sich die Aufnahme unter die Kandidaten für das Weihesakrament an und dann ein fünfmonatiger Weihekurs, in dem der Kandidat besonders auch in seinen liturgischen Dienst eingeführt wird. Eine Woche vor der Weihe sind die Weiheexerzitien, in denen die Kandidaten in der Stille Gottes Nähe und Kraft erspüren, für den sie in seiner Kirche wirken.

    Durch Handauflegung und Gebet des Bischofs werden sie dann zu Diakonen geweiht.

    Hauptcharakteristikum des diakonalen Dienstes ist die gelebte Nächstenliebe, die der Berufene durch sein persönliches Zeugnis und sein Engagement in der Gemeinde fördern soll. Hinzu kommen liturgische Dienste wie die Verkündigung und Auslegung des Evangeliums, die Assistenz in der Messfeier und bei Trauungen, das Taufen und das Beerdigen von Gemeindemitgliedern, und Sakramentalien austeilen (z. B. Segnungen aller Art, Blasiussegen, Aschenkreuz, sakramentaler Segen)

    Auch die Mitarbeit in der Kommunion- und Firmkatechese ist ein Aufgabenfeld oder die Weiterbildung der Gemeindemitglieder. …

    Der Diakon ist kein "Hilfspfarrer" und auch nicht dazu da, den Pfarrer bei seiner Tätigkeit in großem Umfang zu entlasten. Er darf keine Beichte hören und daher auch nicht das Sakrament der Krankensalbung spenden, da die Beichte Bestandteil der Krankensalbung ist. Und der Diakon kann nicht (etwa in Vertretung des Pfarrers) die Hl. Messe feiern, da er der Eucharistie nicht vorstehen darf.