Gegen Missbrauch und sexualisierte Gewalt

Prävention

Liebe Gemeindemitglieder, insbesondere liebe MitarbeiterInnen in der Kinder- und Jugendarbeit unserer Pfarreiengemeinschaft,

uns Seelsorgern und Seelsorgerinnen liegt der Schutz von Kindern und Jugendlichen sehr am Herzen. Wir betrachten dies in unserem Tun als selbstverständlichen Auftrag.

Nicht erst aufgrund der neuen Missbrauchsstudie wurden im Bistum und auch im Land Rheinland-Pfalz verbindliche Regelungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen beschlossen. Die Neufassung des § 72a SGB VIII hat zur Folge, dass neben den Seelsorgerinnen und Seelsorgern auch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenkommen, unter bestimmten Voraussetzungen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen müssen. Das Schutzkonzept „Prävention“ des Bistums Trier sieht des Weiteren die Unterzeichnung einer Selbstverpflichtungserklärung vor für alle, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten.

Diese rechtlich notwendigen Schritte sind nicht als „Generalverdacht“ gegen Ehrenamtliche zu verstehen, sondern als deren Beitrag zur Vermeidung von sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen und zu deren eigenen Schutz. Missbrauch und sexualisierte Gewalt sind leider in unserer gesamten Gesellschaft keine Einzelfälle – rein statistisch können daher auch Kommunionkinder, Firmlinge, PfadfinderInnen, MessdienerInnen, SternsingerInnen, Kinder und Jugendliche in unseren offenen Treffs oder auf unseren Ferienfreizeiten betroffen sein.

Durch eine Fortbildung möchten und müssen wir die Ehrenamtlichen, die ein erweitertes Führungszeugnis brauchen, stärken und für das Thema sensibilisieren. Damit wollen wir es potentiellen TäterInnen so schwer wie möglich machen, in unserem System Fuß zu fassen, und die Kinder und Jugendlichen schützen.

Daher laden wir an den folgenden Terminen zu einem Informations- und Schulungsabend ein und wollen mit den Ehrenamtlichen, die bisher noch nicht geschult wurden, persönlich ins Gespräch kommen. Diese können wählen, welcher Termin besser für sie passt, der Inhalt ist identisch:

Donnerstag, 29.11.2018, 18.30 – ca. 21.30 Uhr (GZ Rheinbrohl, Kirchstraße 86)
Mittwoch, 12.12.2018, 19.00 – ca. 22.00 Uhr (GZ Bad Hönningen, Kirchstraße 18)
Freitag, 14.12.2018, 18.30 – ca. 21.30 Uhr (GZ Bad Hönningen, Kirchstraße 18)

Wir werden über Täterstrategien und Opferverhalten sowie über Nähe und Distanz in der Kinder- und Jugendarbeit sprechen, um in dem schwierigen Thema mehr Sicherheit zu gewinnen. Die Sensibilisierung und der Blick für grenzachtendes Verhalten sollen dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche in unseren Gruppen und Katechesen so sicher wie möglich aufgehoben sind.

Interessenten melden sich bitte bei Gemeindereferentin Regina Schmitz an.

Im Namen des Seelsorgeteams unserer Pfarreiengemeinschaft

Gemeindereferentin Regina Schmitz: Kontakt

Weitere Termine finden Sie hier unter „Dekanat Rhein-Wied“:

  • Prävention - Dekanat Rhein-Wied

    Liebe Engagierte in der Katechese und in der Kinder- und Jugendarbeit unserer Pfarreiengemeinschaft im Dekanat Rhein-Wied,

    das Thema sexueller Missbrauch in der Katholischen Kirche macht derzeit viele Menschen sprachlos und wütend. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger im Dekanat Rhein-Wied haben daher auf ihrer Dekanatskonferenz am 27.09.2018 beschlossen, alle Personen, die im Dekanat Rhein-Wied mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, verbindlich durch eine Fortbildung zu stärken und für das Thema zu sensibilisieren. Damit wollen wir es potentiellen TäterInnen so schwer wie möglich machen, in unserem System Fuß zu fassen und die Kinder und Jugendlichen, aber auch Sie, die Ehrenamtlichen, schützen.

    Alle hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter/innen werden seit einigen Jahren in der Prävention sexualisierter Gewalt geschult. Seit 2014 ist die Abgabe eines erweiterten Führungszeugnis und die Unterzeichnung einer Selbstverpflichtungserklärung für alle, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten, bereits verpflichtend. Nun möchte die Dekanatskonferenz das Thema durch diese verbindliche Fortbildung weiter enttabuisieren. Wir möchten Sie bestmöglich in Wahrnehmung, Erkennung und Vermeidung von sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen schulen und sensibilisieren, damit Sie Auffälligkeiten und Übergriffe erkennen und handeln können. Um in diesem schwierigen Thema mehr Sicherheit zu gewinnen, werden wir in der Fortbildung unter anderem über Täterstrategien und Opferverhalten sowie über Nähe und Distanz in der Kinder- und Jugendarbeit sprechen. Ihre konkreten Fragen aus der Praxis haben dort Raum. Deshalb ist uns Ihre Teilnahme an dieser Fortbildung sehr wichtig und die Teilnahme verpflichtend.

    Diese Schritte sind nicht als „Generalverdacht“ gegen Sie als Person zu verstehen. Denn Missbrauch und sexualisierte Gewalt sind leider in unserer gesamten Gesellschaft keine Einzelfälle – rein statistisch können daher auch Kommunionkinder, Firmlinge, PfadfinderInnen, MessdienerInnen, Kinder in unseren offenen Treffs, in unserer Katechese oder auf unseren Ferienfreizeiten und Aktionen betroffen sein. Daher haben wir für Sie an folgenden Terminen die Schulung Prävention sexualisierter Gewalt vorbereitet. Sie können wählen, welcher Termin besser für Sie passt, der Inhalt ist identisch:

    Samstag, 20.10.2018 von 9:00 - 13:45 Uhr
       in der Fachstelle plus für Kinder- und Jugendpastoral Koblenz,
       Elisabethstraße 6, 56073 Koblenz

    Donnerstag, 22.11.2018 von 17:30 - 22:00 Uhr
       im Friedrich-Spee-Saal, Familienbildungsstätte Neuwied,
       Wilhelm-Leuschner-Straße 5, 56564 Neuwied

    Dienstag, 11.12.2018 von 17:30 - 22.00 Uhr in der PG Linz,
       Pfarrheim Sankt Katharinen, Am Sportplatz 2, 53562 Sankt Katharinen

    Samstag, 12.01.2018 von 9:00 - 13:45 Uhr
       im Friedrich-Spee-Saal, Familienbildungsstätte Neuwied,
       Wilhelm-Leuschner-Straße 5, 56564 Neuwied

    Melden sie sich bitte in Ihrem Pfarrbüro an. Wenden Sie sich bei weiteren Fragen an Ihre pastoralen MitarbeiterInnen vor Ort.

    In der Hoffnung, dass Sie sich die Teilnahme einrichten können, grüßen wir Sie ganz herzlich
    für die Dekanatskonferenz
    Dechant Thomas Darscheid, Dekanatsreferentin Margit Ebbecke, Pastoralreferent Christopher Hoffmann