Synode

Pfarrei der Zukunft (Stand: 24.3.2017)

Am 24. März fand das zweite Treffen der Diözesanen Gremien und Räte statt. Diese gaben eine erste Rückmeldung auf den Entwurf der Raumgliederung für die Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier. Am Nachmittag hat der Generalvikar diesen Entwurf auch in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Die Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des Bistums unter www.herausgerufen.bistum-trier.de.

Der vorgestellte Entwurf geht nun in die „Resonanzphase“, die bis Ende September dieses Jahres dauern wird. Ziel der Resonanzphase ist, dass alle im Bistum Trier ihre Rückmeldung zur vorgeschlagenen Raumgliederung geben können.

Folgende Möglichkeiten sind für die Resonanzphase geplant:
- Es wird in der Zeit von Mitte Mai bis Ende Juni im Bistum acht größere Veranstaltungen mit dem Bischof geben. Die geplanten Termine finden Sie auf der o.g. homepage.
- Anfang Juni laden der Bischof und der Bischöfliche Generalvikar die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BGV und der angeschlossenen Dienststellen und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des DiCV zu einer Informationsveranstaltung ein.
- Es gibt die Möglichkeit, schriftlich Rückmeldung zu geben. Dazu erscheint ab Anfang April auf der Homepage unter www.herausgerufen.bistum-trier.de ein Rückmeldebogen. Alle Interessierten können diesen Bogen online ausfüllen oder ihn in Papierform bei uns anfordern.
- Anfang April erhalten die Pfarreienräte und Verbandsvertretungen einen eigenen Rückmeldebogen; sie sind gebeten, ihn bis spätestens 30. September 2017 an das Synodenbüro zurückzuschicken.
- Die Pfarreien, Dekanate und Dienststellen können eigene Veranstaltungen zum Thema Pfarrei der Zukunft organisieren. Hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die solch eine Veranstaltung planen und durchführen, bieten wir im April und Mai Multiplikatorenschulungen an. Dazu werden wir die Kolleginnen und Kollegen schnellstmöglich gesondert informieren.
- In der Zeit vom 27. März bis zum 10. April ist ein Resonanz-Telefon eingerichtet. Unter der Telefonnummer 06 51 / 71 05 - 777 bietet es eine weitere Möglichkeit, erste Rückmeldungen zu geben und Fragen zur Raumgliederung zu stellen. Dieses Resonanztelefon ist von Montag bis Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr besetzt. Außerhalb dieser Zeiten können Sie eine Nachricht hinterlassen. Wir setzen uns dann gerne mit Ihnen in Verbindung.
- Auf der Homepage des Bistums wird es einen Bereich für häufig gestellte Fragen (FAQ) geben (www.herausgerufen.bistum-trier.de). Dort finden Sie möglicherweise auch schon erste Antworten auf Ihre Fragen.

Die Teilprozessgruppe „Raumgliederung“ wird die Rückmeldungen aus der Resonanzphase auswerten und in die endgültige Raumplanung einbeziehen.

Der überarbeitete Entwurf wird den Mitgliedern der Diözesanen Gremien, der Leitungskonferenz und dem Bischof erneut zur Beratung vorgelegt. Danach trifft der Bischof die Entscheidung über den Zuschnitt der Pfarreien der Zukunft; die Pfarreien der Zukunft sollen voraussichtlich Anfang 2020 gegründet werden.

Pfarrei der Zukunft - Was ist das?

Ulrich von Plettenberg, Generalvikar (24.3.2017):

"Wir haben noch keine Pfarreien der Zukunft. Die guten Erfahrungen der Synodalen aus vielen Bereichen der Kirche haben aber geholfen, dass es eine Skizze gibt in unseren Köpfen und Herzen davon, wo wir hinwollen:

Die Pfarrei der Zukunft verpflichtet uns, von den Getauften her zu denken:
Die Taufe ruft jeden einzelnen Gläubigen heraus, in der Verbundenheit mit Christus seine
persönlichen Gaben zu entdecken und zum Wohle vieler anderer einzubringen. Die Pfarreien der Zukunft bieten den Getauften einen (geographisch und geistig) weiten Raum für ihr Engagement und bauen auf Eigeninitiative.

Kirchliches Leben findet häufig im örtliche Umfeld statt:
in unterschiedlichen Formen von Gebet und Gottesdienst, Gemeinschaften und Gruppen sowie vielen Formen von christlichem Engagement. Dieses vorhandene und bewährte kirchliche Leben sollen die Pfarreien der Zukunft auf neue Weise unterstützen – z. B. mit einer verstärkten, am einzelnen orientierten Förderung des ehrenamtlichen Engagements.

Neues kirchliches Leben soll auch entstehen können.
Dort, wo Christen am Leben ihrer Mitmenschen teilnehmen, sich für sie und ihre Themen des Lebens interessieren, entdecken wir neue Ansatzpunkte für kirchliches Leben. - In der Weite des neuen Raums ist die Nähe zu den Menschen unserer Zeit gefragt, nicht nur lokal, sondern mehr noch inhaltlich und menschlich. Beispielhaft dafür stehen: auf menschliche Nähe ausgerichtete Basisgemeinschaften und inhaltlich orientierte Themenzentren (etwa zu Diakonie, Jugend, Katechese, Mission). Diese Initiativen sollen die Ferne überbrücken helfen, die viele Kirchenmitglieder inzwischen zur Kirche empfinden.

Zur Pfarrei der Zukunft gehört es, auch Abschied zu nehmen.
Wir können nicht einfach nur mehr draufsatteln. Was nicht mehr passt und nur mit unverhältnismäßigem Aufwand am Leben zu erhalten ist, darf und muss zu Ende gehen. Aus den Abschieden erwächst die Freiheit, nicht mehr alles überall aufrechterhalten zu müssen. Es können sich so Schwerpunkte bilden.

Die Pfarrei der Zukunft ist ein Netzwerk mit vielen Knotenpunkten.
Sie können sich bilden um unsere Kirchtürme oder an Einrichtungen, als Gruppen, die sich einem bestimmten Thema widmen oder einer Aktivität oder einer Zielgruppe. Der Bistumssynode ist es wichtig, das missionarische und diakonische Engagement in den Pfarreien der Zukunft an vielen Orten und in vielfältiger Weise neu zu beleben.

Die Pfarrei der Zukunft soll auch zur Entlastung der Verwaltungsaufgaben führen.
Diese sollen an einem zentralen Ort, dem Pfarrort, gebündelt werden. Der Pfarrort wird ein verlässlicher Anlaufpunkt mit gesicherter Präsenz von Seelsorge und Verwaltung sein. Gerade für seelsorgerische Belange soll es aber darüber hinaus auch in räumlicher Nähe zu den Menschen Ansprechpartner/innen und Orte geben.

Ich wünsche mir, dass der hier vorgelegte Entwurf uns als Bistumsleitung mit den Menschen
im Bistum Trier in einen fruchtbaren Austausch bringt: über den konkreten Zuschnitt der Räume und über deren inhaltliche Ausgestaltung, auf dass wir unserem Auftrag als Kirche (diakonisch und missionarisch) auf zeitgemäße Art gerecht werden."