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Synodenumsetzung:

Errichtung des Pastoralen Raums Neuwied

Zum 01.01.2022 löst der Pastorale Raum Neuwied das bisherige Dekanat ab und bildet eine neue Struktureinheit für ein zukunftsfähiges kirchliches Leben der Pfarreien und Kirchengemeinden vor Ort.

"Die Pfarreien sollen in Zukunft wie bisher den Gläubigen im alltäglichen Leben Unterstützung und Hilfe für christliches Leben geben. Zu den großen christlichen Festen im Jahreskreis wie Weihnachten und Ostern, aber auch zu Feiern von Lebenswenden wie Geburt, Hochzeit und Tod und in der Begleitung Heranwachsender und ihrer Familien etwa bei der Erstkommunion, der Firmung und in Kinder-, Jugend- und Familiengruppen ergeben sich Berührungspunkte zu einer Vielzahl von Gläubigen. Bei diesen Aufgaben sowie bei der liturgischen Gestaltung wirken Ehren- und Hauptamtliche zusammen und gestalten Kirche vor Ort. Viele Menschen erfahren so durch verschiedene Formen der Begegnung und Unterstützung Aufmerksamkeit in den Pfarreien." (vgl. Einblicke 4, September 2021)

Unser Bischof Stephan Ackermann betont, "dass es für eine Zukunftsfähigkeit unserer Pfarreien eine deutlich verbindlichere und damit wirksamere Vernetzung und Zusammenarbeit geben muss". Das betont auch die Instruktion der Kleruskongregation zur Pfarrei: Aus den "Herausforderungen durch die aktuellen Veränderungen in der Kultur und im Leben der Menschen" folgert, dass "die Pastoral über die territorialen Grenzen der Pfarrei hinausgehen" soll und "die kirchliche Gemeinschaft durch die synergetische Wirkung zwischen verschiedenen Diensten und Charismen klarer sichtbar werden" lasse. So kann sich "ein ‚pastorales Miteinander‘ im Dienste der Diözese und ihrer Sendung strukturieren".

Nach der Wahl der "neuen Räte" zeigt sich, dass Menschen vor Ort weiter etwas machen, gestalten wollen. Und doch haben sich die Lebenssituationen der zu "beseelsorgenden Menschen" vor Ort verändert und so manche Aktionen im liturgischen oder katechetischen 15 Bereich gibt es nicht mehr oder sind nur "mit großem persönlichen Zeit- und Kraftaufwand" am Leben zu erhalten. Es braucht schon heute, und das wird in den nächsten Jahren noch viel dringlicher werden, eine veränderte "kirchliche Perspektive", weg "allein vom eigenen Kirchturm" hin auf die "anderen Kirchtürme" in der Pfarreiengemeinschaft, in der fusionierten Pfarrei oder im pastoralen Raum. In einer verbindlichen inhaltlichen Zusammenarbeit kann sich Kirche entwickeln als ein Ort von Menschen, die im Glauben Kraft und Halt finden. Wenn uns der Inhalt "wozu wir als Kirche da sind" bewusst wird, dann kommen automatisch auch die dazu benötigten Strukturen.

Der Pastorale Raum ist eine Chance und zugleich eine große Herausforderung für die Gemeindemitglieder, für die einzelnen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, "Kirche neu zu denken", die "Perspektive" von "klein auf groß", von "eng auf weit" zu wechseln. Lassen wir uns alle darauf ein.

Pfr. Christian Scheinost (Dez. 2021)

Weitere Informationen zur Synodenumsetzung im Bistum Trier und zur Pfarreienreform sind zu finden unter: https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/