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bis 30. Juni 2021

Synodenumsetzung: Sondierungsphase

Nachdem im November 2019 durch die Kleruskongregation die Errichtung der "Pfarreien der Zukunft" ausgesetzt worden war, hatte Bischof Dr. Stephan Ackermann das 
entsprechende Gesetz im November 2020 aufgehoben (KA 2020 Nr. 201). Am 24. Februar dieses Jahres hat sich unser Bischof dann in einem Schreiben an uns alle gewandt, um 
darzulegen, wie die Reform der Pfarreien als Beitrag zur Erneuerung des kirchlichen Lebens im Sinn der Diözesansynode 2013 - 2016 umgesetzt wird.

Eine wichtige darin beschriebene Maßnahme ist, "bis spätestens zum Ende des Jahres 2025 die Gründung von 35 Pastoralen Räumen und Zusammenschlüsse von Pfarreien im 
Sinne von Fusionen
vorzubereiten".

Der pastorale Raum wird für uns das Gebiet des jetzigen Dekanats Rhein-Wied sein. In ihm wird ein KGV installiert, der die Schlüsselzuweisungen (Löhne und Gehälter der 
Angestellten der Kirchengemeinden und die Gelder für die Seelsorge) verwaltet. Somit sind dort alle kirchlichen Angestellten verortet, d.h. Dienstvorgesetzter ist nicht mehr der Pfarrer vor Ort, sondern der leitende Pfarrer im pastoralen Raum. Ebenso sollen dort alle hauptamtlichen SeelsorgerInnen, außer die Pfarrer, verortet werden.

Die heutigen Pfarreiengemeinschaften sollen bis Ende 2025 zu einer Pfarrei zusammenfinden und diese gründen. Guthaben und Schulden gehen in die neue Pfarrei über, Zweck-und Stiftungsvermögen kommt auch weiterhin den Belangen der "alten Kirchengemeinden" alleinig zugute.

Die jetzt laufende, so genannte Sondierungsphase hat zum Ziel, eine transparente und vertrauensbildende Entwicklung in den Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften anzustoßen 
und zu fördern – im Hinblick auf die schnellen und tiefgreifenden Veränderungen, die unser kirchliches Leben massiv herausfordern und Veränderungen unumgänglich machen. Wie gestalten wir unser kirchliches Leben und unseren Auftrag aus dem Evangelium so, dass es Bestand haben kann.

Konkretes Handeln ist unaufschiebbar angesichts einbrechender Finanzmittel, Vakanzen, Kirchenaustritten etc. Die Sondierung soll den Klärungsbedarf erheben, um Entwicklungsprozesse vor Ort gezielt unterstützen zu können. Es geht nicht um den Beschluss eines festen Termins für Zusammenschlüsse von Pfarreien.

Dazu werden in der Sondierungsphase Gespräche mit den pfarrlichen Gremien (Pfarrgemeinderäten, Verwaltungsräten, Pfarreienräten und der Kirchengemeindeverbandsvertretung), den hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern, den Sekretärinnen und anderen relevanten Gruppen geführt.

Die Ergebnisse werden in einem Fragebogen zusammengefasst, der von einem PRAGMA-Institut ausgewertet werden und dann als Grundlage für weitere "Umsetzungsschritte"
sowohl auf Bistumsebene wie auf der Ebene der Pfarreiengemeinschaften dienen kann.

Möge der Heilige Geist uns als Kirche von Trier in eine gute Zukunft führen.

Pfarrer Christian Scheinost (April 2021)
 

Weitere Informationen zur Synodenumsetzung im Bistum Trier und zur Pfarreienreform sind zu finden unter: https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/