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Pilgern und Wallfahren

Wallfahrt nach Banneux

Die Pfarrei Hl. Katharina Kasper Am unteren Mittelrhein wird am 14. Oktober 2026 unter geistlicher Leitung von Pater Magnus eine Buswallfahrt in den belgischen Marienwallfahrtsort Banneux unternehmen.

Der Bus wird in allen fünf Orten der Pfarrei, Leutesdorf, Hammerstein, Rheinbrohl, Bad Hönningen Leubsdorf sowie in Linz anhalten. Der Fahrpreis berägt 33,- Euro und sollte bei Anmeldung entrichtet werden.

Wir werden dort eine gemeinsame heilige Messe und eine Schlussandacht halten.

Banneux liegt am Ostrand der belgischen Ardennen im Bistum Lüttich.

Vom 15. Januar bis zum 2. März 1933 erschien die Muttergottes der kleinen Mariette Beco achtmal. Sie nennt sich “Jungfrau der Armen“.

Mariette Beco wurde am 25. März 1921 geboren. Am Mittwoch, dem 18. Januar 1933, der zweiten Erscheinung, führt die Muttergottes das Kind zu einer nahe beim Haus gelgegenen Quelle, die als Viehtränke genutzt wurde. „Tauch deine Hände ins Wasser!“ Diese Quelle ist mir vorbehalten, fügte die Dame noch hinzu. In Zukunft ist die Quelle keine improvisierte Viehtränke mehr, die Quelle sei allen Nationen vorbehalten, insbesondere den Kranken.

Das Wasser von Banneux ist eigentlich nicht zum Verzehr bestimmt, auch wenn viele Pilger davon trinken. Die Jungfrau der Armen fordert uns dazu auf, es wie Mariette zu halten und unsere Hände ins Wasser zu tauchen.

Die Ersscheinungskapelle wurde bereits 1933 im Garten der Familie erbaut, die offizielle Anerkennung durch den Lütticher Bischof erfolgte am 22. August 1949.

Im parkähnlichen Areal des Wallfahrtsortes von Banneux lädt ein schöner Kreuzweg zum meditativen Gebet ein.

Außerdem verfügt der Ort über eine reichhaltige Gastronomie sowie Devotionalienläden.

Bitte denken Sie daran einen Personalausweis oder Reisepass mitzunehmen, da wir Deutschland verlassen.

Jenseits vom Massen- und Zeitgeistpilgern

140 Jahre Wallfahrt nach St. Jost

Es war im Jahr 1885 als sich zum ersten Mal die Wallfahrerinnen und Wallfahrer der Pfarrei St. Peter und Paul in Hönningen am Rhein zu der dem heiligen Jodokus geweihten Kapelle im Nitztal aufmachten. Anliegen der Wallfahrt war und ist, dass die Pfarrei immer Priester haben möge.

Auch 140 Jahre danach führten am letzten Samstag im September sieben Frauen und Männer aus der Pfarrei St. Peter und Paul Bad Hönningen und umliegenden Ortschaften die Tradition fort und begaben sich auf den etwa 32 km langen Fußweg. Nach einer Andacht in der Pfarrkirche ging es zunächst zur Fähre, um nach Bad Breisig über den Rhein zu setzen. Mit Anbruch der Dämmerung führte der gemeinsame Weg zunächst durch das Vinxtbachtal weiter ins Brohltal. Eine erste Pause wurde zum Frühstück in Niederzissen eingelegt. Die Wegstrecke wurde betend, singend und schweigend, aber auch mit guten und angeregten Gesprächen über Gott und die Welt zurück gelegt. Unterbrochen durch eine Rast mit Impulsen sowie selbstgebackenen Nussecken, frischem und vergorenem Obst. Wieder waren einige Höhenmeter bis zur Mittagspause, die in einem auf Pilgergruppen eingestellten Gasthaus im Steinmetzdorf Weibern gemacht wurde, zu bewältigen. Frisch gestärkt führte der Weg entlang dem Lauf der noch jungen Nette weiter Richtung Ziel.

Ein letzter Anstieg, der es in sich hat, verlangte nochmal alle Reserven, dann war der Ort Langenfeld erreicht. Doch von hier aus ging es noch einmal steil bergab ins Tal der Nitz. Hier liegt der Weiler St. Jost mit seiner Wallfahrtskapelle, Ziel vieler Fußpilger aus der näheren Umgebung in der Zeit von Mitte September bis Mitte Oktober eines jeden Jahres.

Hier brachte man die mitgebrachten Anliegen im gemeinsamen oder auch stillen Gebet vor.

Noch einmal stärkte man sich in der Sonne vor der Kapelle, bevor sich ein Teil der Gemeinschaft zur Pilgermesse in der imposanten Kirche St. Quirinus von Langenfeld aufmachte. Hier wird eine Reliquie des Heiligen aufbewahrt. Die übrigen Pilgerinnen und Pilger traten von dort direkt den Heimweg an. Im Gegensatz zu früheren Zeiten wird nicht mehr in Langenfeld Quartier für eine Nacht genommen, sondern schon samstags der Rückweg mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln angetreten.

Pilgerwege im Bereich der Pfarreiengemeinschaft

Im Bereich unserer Pfarreiengemeischaft gibt es drei Pilgerwege, die hier erwähnt werden sollen. Während der Linksrheinische Jakobsweg auf dem gegenüberliegenden Rheinufer verläuft und der Reformationweg im Süden des Pastoralen Raums liegt, durchquert der Martinsweg am Mittelrhein die Pfarreiengemeinschaft von Norden nach Süden. 

Was sind die Unterschiede zwischen einer Wallfahrt und Pilgern?

Wallfahrten sind typisch katholisch:
Gläubige begeben sich zu einer Wallfahrtskirche an einem für den Glauben wichtigen Ort. Dies geschieht haufig in Gruppen und an bestimmten Festtagen. Gemeinsam singt und betet man: etwa zur Muttergottes, der Mutter Jesu. Von ihr erbitten viele Gläubige Unterstützung für ihr Leben: zum Beispiel Trost, wenn sie traurig sind. Am Wallfahrtsort feiern Gläubige einen Gottesdienst, zünden Kerzen an und beten für Menschen, die ihnen besonders wichtig sind.
Auf einen Pilgerweg zu gehen,entscheiden Menschen für sich. Beim Pilgern ist oft der Weg wichtiger, bei der Wallfahrt das Ziel. Das Wichtigste geschieht jedoch in der Beziehung zwischen Gott und den Menschen.

Fragen an
Georg Austen
Generalsekretär des Bonifatiuswerkes
Quelle: Bonitatiuswerk der deutschen Katholiken e.V.